PARTNER DER KOMMUNEN

Kommunales Beratungszentrum Hessen

Unterschiedliche Faktoren wie beispielsweise die demografische Entwicklung, die knapper werdenden finanziellen Ressourcen, die europäische Integration, die Globalisierung der Weltmärkte und die fortschreitende Technologisierung erschweren in zunehmendem Maße die kommunale Handlungsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund praktizieren seit Jahren Landkreise, Städte und Gemeinden in vielen Aufgabenbereichen eine erfolgreiche Interkommunale Zusammenarbeit und behalten dabei ihre Eigenständigkeit und Identität.

Das kommunale Beratungszentrum bündelt verschiedene Angebote zur Unterstützung der Kommunen:

1. Kompetenzzentrum für Interkommunale Zusammenarbeit (KIKZ):

Die Gemeinden Oberweser und Wahlsburg haben es vorgemacht: Sie haben sich zusammengetan und: sind zur neuen Kommune Wesertal fusioniert. Die Gründe? Gemeinsam sind sie einfach stärker, können ihre Synergien bündeln, Kosten senken, die Qualität steigern und sich gemeinschaftlich den neuen Herausforderungen ländlicher Kommunen stellen. Damit solche Zusammenschlüsse und Verwaltungszusammenarbeit gelingen, steht den hessischen Kommunen das Kompetenzzentrum für Interkommunale Zusammenarbeit zur Seite.

Egal ob eine Kommune eine Kooperation plant, bereits Projekte der interkommunalen Zusammenarbeit vertraglich vereinbart oder in Kürze beginnt, Gespräche mit anderen Kommunen zu führen: Das Kompetenzzentrum begleitet und berät sie zu allen strategischen und inhaltlichen Fragen rund um die interkommunale Zusammenarbeit – ganz gleich, in welcher Phase sie sich befindet.

Seit 2008 wurden mehr als 350 kommunale Kooperationen mit 380 Kommunen (mehr als 1.700 manchmal auch mehrfach eingebundenen Gemeinden) gefördert. Dabei haben wir insgesamt rund 25 Millionen Euro in unterschiedlichste Projekte investiert und die hessischen Kommunen in ihrem Streben nach freiwilliger Zusammenarbeit unterstützt.

2. Beratungsstelle für Kommunen in Fragen der Haushaltspolitik: Vertiefende Untersuchung bei der Beratung von Kommunen

Seit 2015 haben Gemeinde, Städte und Landkreise die Möglichkeit, ihre Haushalts- und Finanzsituation von den Beraterinnen und Beratern des Landesbeauftragten für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung, des Finanzministeriums wie des Innenministeriums kostenfrei und umfassend unter die Lupe nehmen zu lassen. Im Service inklusive: Empfehlungen und Ratschläge, wo und wie nachgebessert werden kann, um eine passende, zukunftsfähige Haushaltspolitik zu führen. Was letztlich umgesetzt wird, entscheidet die Kommune selbst. Seit Frühjahr 2019 können sich sämtliche Gemeinden, Städte und Landkreise beraten lassen.

Bis zum 31.12.2020 wurden 199 Beratungsgespräche geführt (inkl. 2- und 3-fach Beratungen). Damit wurden bisher von 39 Gemeinden (> 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner), 90 Kleinstädte (5.000 bis 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner), 22 Mittelstädte (< 20.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner) und einer Großstadt (> 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner) sowie einem Landkreis unser Beratungsangebot wahrgenommen.

3. Förderlotse

Oftmals benötigen Kommunen und Unternehmen Hilfestellung und Tipps, welche ihrer geplanten Projekte gefördert werden – und durch wen. Genau hier setzt unser „Förderlotse“ an. Er ist Ansprechperson, informiert über bestehende Angebote des Landes, des Bundes und der EU und vermittelt Interessierte an die richtigen Stellen.

Der „Förderlotse“ steht aber nicht nur Städten und Gemeinden zur Seite, sondern informiert auch Vereine, Existenzgründerinnen und -gründer Sowie Unternehmen über Möglichkeiten einer Förderung.

Die Aufsicht des Staats über die Gemeinden soll sicherstellen, dass die Gemeinden im Einklang mit den Gesetzen verwaltet und dass im Rahmen der Gesetze erteilte Weisungen befolgt werden. Mehr lesen...

Stärkung kleiner und mittlerer Banken, um sie in Krisenzeiten in die Lage zu versetzen, den Mittelstand mit Krediten zu versorgen. Mehr lesen...