LEBEN IN VIELFALT

WIR-Koordinationskräfte und Vielfaltszentren

Ein friedvolles Zusammenleben stärken – dafür steht das WIR-Landesprogramm. Über das Landesprogramm WIR werden in allen hessischen Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten WIR-Koordinations- und WIR-Fallmanagementstellen finanziert. Damit schafft die hessische Landesregierung flächendeckend eine Struktur, die die kommunale Integrationspolitik und das gute Zusammenleben vor Ort stärkt. Dazu gehört die Weiterentwicklung der interkulturellen Öffnung in Kommunen, Vereinen und Verbänden, die Etablierung einer wertschätzenden Willkommens- und Anerkennungskultur sowie die Schaffung von Transparenz über Angebote für Zugewanderte und Ehrenamtliche.

Zudem bauen wir die Angebote des WIR-Landesprogrammes weiter kontinuierlich aus, damit viele Menschen, egal welcher Herkunft, zusammenkommen und zu einem guten Miteinander finden. Die vom Land geförderten WIR-Koordinations- und WIR-Fallmanagementstellen werden ab 2021 zu Vielfaltszentren weiterentwickelt, um die vor Ort noch mehr zu stärken. Dabei gilt es den unterschiedlichen Verhältnissen vor Ort Rechnung zu tragen. Individuelle Vereinbarungen zwischen dem Land und den Landkreisen sollen gewährleisten, das auf die verschiedenen regionalen Bedarfe Rücksicht genommen wird, während gleichzeitig bestehende verlässliche Strukturen gefestigt und weiter ausgebaut werden können.

Was wird gefördert?

Wesentliche Förderschwerpunkte des Landesprogramms „WIR" sind:

  1. Förderung von WIR-Koordinatorinnen und -Koordinatoren: Initiierung und der Weiterentwicklung der interkulturellen Öffnung kommunaler Regelangebote sowie von Vereinen und Verbänden; Entwicklung einer sozialräumlichen Willkommens- und Anerkennungskultur. Antragsberechtigt sind die 33 Landkreise, kreisfreie und Sonderstatusstädte.
  2. Förderung von WIR-Fallmanagerinnen und -managern für Geflüchtete: Überblick über die bestehenden Angebote für Geflüchtete und Weiterleitung zu den zuständigen Stellen; Aufbau eines Lotsen- bzw. Patennetzwerks auf kommunaler Ebene; Unterstützung der Koordination zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen. Antragsberechtigt sind die 33 Landkreise, kreisfreie und Sonderstatusstädte.
  3. Förderung von Modellprojekten zur verbesserten Teilhabe von geflüchteten Frauen und Mädchen: Niedrigschwellige Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und zur Stärkung der Integrationsmöglichkeiten. Antragsberechtigt sind alle Kommunen, öffentliche, kirchliche und freie Träger sowie gemeinnützige Migrantenorganisationen.
  4. Förderung von modellhaften Vorhaben und Projekten zur Unterstützung der Integration von Zugewanderten aus Südosteuropa: Maßnahmen die wegweisenden und innovativen Ansätze zur Verbesserung der Lebenssituation und zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Zugewanderten aus Südosteuropa umsetzen. Sowie Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe der Zielgruppe in den Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und Empowerment, können gefördert werden. Antragsberechtigt sind alle Kommunen, öffentliche, kirchliche und freie Träger sowie gemeinnützige Migrantenorganisationen.
  5. Förderung von gemeinnützigen Migrantenorganisationen: Förderung von Mikroprojekten im Rahmen der Aktivitäten der Migrantenorganisationen, Stärkung der Vereinsstruktur durch die Einstellung einer 450€-Kraft und der Aufbau von Netzwerken mit kommunalen etablierten Akteuren. Antragsberechtigt sind alle gemeinnützigen Migrantenorganisationen sowie Kommunen in Kooperation mit diesen.
  6. Förderung von Projekten zur Willkommens- und Anerkennungskultur bzw. zur Interkulturellen Öffnung sowie Förderung von Projekten mit neuen innovativen Ansätzen. Antragsberechtigt sind alle Kommunen, öffentliche, kirchliche und freie Träger sowie gemeinnützige Migrantenorganisationen.
  7. Förderung der Qualifizierung und des Einsatzes ehrenamtlich tätiger Integrationslotsinnen und -lotsen: Förderung der Qualifizierung und des Einsatzes von Integrationslotsinnen und –lotsen; nun auch in Bezug auf die Arbeit mit Geflüchteten. Antragsberechtigt sind alle Kommunen, öffentliche, kirchliche und freie Träger sowie gemeinnützige Migrantenorganisationen.
  8. Förderung von ehrenamtlichen Laiendolmetschern: In 2018 werden in Grundzügen des Dolmetschens entsprechend geschulte ehrenamtliche Laiendolmetscher über Vereine und Kommunen mit Laiendolmetscherpools in Hessen unterstützt. Ziel ist es, insbesondere Menschen mit Fluchthintergrund bei Terminen in Behörden oder in sozialen Einrichtungen sprachlich zu unterstützen. Die genauen Modalitäten der finanziellen Förderung und Antragstellung bzw. Rahmenbedingungen finden Sie in den auf der rechten Seite stehenden Downloads.
  9. Bereitstellung von Fördermitteln für die konzeptionelle Entwicklung von Vielfalts- und Integrationsstrategien in hessischen Kommunen mit einer Einwohnerzahl von 10.000 bis 50.000 Personen.

Sie wollen mehr wissen? Die interaktive Hessenkarte, die die geförderten WIR-Projekte zeigt, finden Sie unter dem Hessenlink

© HMSI

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