Flurneuordnung

Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen

Die Förderung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen soll insbesondere landwirtschaftliche oder touristische Entwicklungspotentiale erschließen und im Rahmen der Diversifizierung die Einkommenssituation land- und forstwirtschaftlicher Betriebe verbessern. Dazu tragen unter anderem ländliche Wegenetze bei, die den zukünftigen Anforderungen gewachsen sind.

Anforderungen an Wegenetze im ländlichen Raum
Ländliche Wege ermöglichen eine nachhaltige Landnutzung und garantieren damit die Einkommenssicherung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Ein funktionales Wegenetz erschließt die land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen und ist Voraussetzung für die touristische Weiterentwicklung in allen Regionen Hessens. Dabei kommt insbesondere den multifunktionalen Wegen – Rad-, Wander- und Wirtschaftswegen – eine besondere Bedeutung zu.

Die  jahrzehntealten Wege bzw. Wegenetze entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Land- und Forstwirtschaft. Größere und modernere Maschinen, andere Bewirtschaftungsverhältnisse und Produktionsweisen sowie eine intensive touristische Nutzung verlangen eine entsprechende Anpassung des ländlichen Wegenetzes. Für diese Anpassung bietet die hessische Flurneuordnung eine maßgeschneiderte Förderung außerhalb von Flurbereinigungsverfahren an.

Gefördert wird die Vorbereitung, Begleitung und Ausführung der dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen und die notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in Orten mit bis zu 10 000 Einwohnern.

Förderfähige Infrastrukturmaßnahmen können insbesondere der Neubau sowie die Befestigung vorhandener Wege und dazugehörende Kreuzungsbauwerke (z.B. Brücke) sein. Außerdem Transporteinrichtungen, die beispielsweise in den Steillagen der Weinberge Wege ersetzen.

Antragsberechtigt sind Gemeinden, Wasser- und Bodenverbände und vergleichbare Körperschaften.

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