GEMEINSAM IN DIE ZUKUNFT

LÄNDLICHE REGIONALENTWICKLUNG

Die Förderung in den verschiedenen Programmen der Regionalentwicklung erfolgt auf der Basis von regionalen Entwicklungskonzepten, die in partizipativen Prozessen zwischen Bürgerschaft, Wirtschafts- und Sozialpartnern und der Politik aufgestellt werden. So ist gewährleistet, dass die anschließende Förderung auf einer breiten Grundlage erfolgt. Von 2014 bis 2019 wurden für die Regionalentwicklung 53 Millionen Euro bewilligt. Seit 2019 kommen ergänzende Bundes- und Landesmittel zum Einsatz, die vor allem für Projekte der Daseinsvorsorge, Grundversorgung und Freizeitwirtschaft sowie zugunsten von Kleinstunternehmen und bürgerschaftlichen Initiativen eingesetzt werden. Insgesamt stehen im Förderjahr 2020 24.888.500 Euro zur Verfügung, die von EU, Bund und Land bereitgestellt wurden, darunter 13.111.000 Euro Landesmittel. Die erfolgreichen Programme werden wir auch in den nächsten Jahren fortführen. Beispielgebend sind der multifunktionale Dorfladen mit Bank- und Postfunktion sowie Dorfcafé oder das dörfliche Gesundheitszentrum mit Arztpraxis, Physiotherapie, Tagespflege und dem Büro des ehrenamtlichen Netzes für haushaltsnahe Dienstleistungen.

Die Programme der ländlichen Regionalentwicklung bündeln eine Vielfalt an Maßnahmen, die dazu beitragen, Lebensqualität in den ländlichen Regionen zu sichern und weiterzuentwickeln. Zentrale Inhalte:

1. LEADER

Nutzen: Das LEADER-Programm ist eine EU-Förderstrategie, die dazu beiträgt, die Entwicklung in ländlichen Gebieten zu mobilisieren und umzusetzen. Lokale Aktionsgruppen (LAG) entwickeln in eigener Verantwortung Initiativen, erkennen Stärken und Schwächen, formulieren Ziele, bestimmen Entwicklungsstrategien und legen diese in regionalen Entwicklungskonzepten dar. Ziel der Zuwendung ist, dass Beteiligte zusammenwirken und abgestimmte Prozesse vorangebracht werden, um einen Mehrwert für die Regionen zu gewinnen. Die Prozesse werden in allen 24 LEADER-Fördergebieten durch je ein Regionalmanagement initiiert und begleitet.
Förderberechtigte: öffentliche Träger, z.B. Kommunen, Wohlfahrtsträger, Zweckverbände | Lokale Aktionsgruppen | private Träger, z.B. Vereine, Kleinstunternehmen, Wirtschaftsverbände

2. Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung

Nutzen: Anreize für Kleinstunternehmen schaffen (unter 10 Beschäftige und maximal 2 Millionen Euro Umsatz pro Jahr). Sie sind wichtiger Bestandteil ländlicher Wirtschaftskraft, die eine bedarfsorientierte Gründung und Entwicklung und damit eine hinreichende Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen gewährleisten.
Förderberechtigte: Kleinstunternehmen

3. Basisdienstleistungen und Infrastruktur

Nutzen: Unterstützung der Schaffung eines bedarfsgerechten Dienstleistungs- und Infrastrukturangebots in den Bereichen der Daseinsvorsorge, des Tourismus und der Naherholung. Gefördert werden u.a. Mehrgenerationeneinrichtungen, Dorfläden, multifunktionale Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen sowie Freizeit- und Tourismuseinrichtungen.
Förderberechtigte: öffentlich kommunale Träger, öffentliche nicht-kommunale Träger, private Träger

4. Förderung von Kleinstunternehmen im Gastgewerbe

Nutzen: Unterstützung von Kleinstunternehmen, die die touristische Entwicklung ländlicher Räume voranbringen; Qualitätssteigerung des Angebots und Förderung von Regionalität und Nachhaltigkeit sowie neuen Arbeitsformen und digitalen Anwendungen
Förderberechtigte: Kleinstunternehmen

5. Regionalbudgets


Nutzen: Kleinprojekte mit bis zu 20.000 Euro unbürokratisch fördern, die der Umsetzung eines regionalen Entwicklungskonzepts dienen.
Förderberechtigte: Lokale Aktionsgruppen, private und öffentliche Träger als Begünstigte des jeweiligen Kleinvorhabens (z.B. Vereine)

6. Strategie für den Tourismus im ländlichen Raum


Nutzen: Stärkung der Tourismus-Angebote in ländlichen Räumen
Zielgruppen: Touristinnen und Touristen | Unternehmen des Gastgewerbes

Die neue Strategie für den Tourismus im ländlichen Raum ist Grundstein für einen starken Tourismus auf dem Land

Der ländliche Tourismus ist Wirtschaftsmotor und wichtiger Standortfaktor der Lebensqualität für die ländlichen Kommunen. Dabei besteht großes Potenzial, ihre Tourismusangebote weiter auszubauen. Mit der Strategie für den Tourismus im ländlichen Raum werden wir den Tourismus strategisch und gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort sowie zentralen Interessensvertretungen, wie dem DEHOGA und dem Hessischen Tourismusverband, weiterentwickeln. Touristische Angebote sollen mit ganzheitlichen Konzepten weiterentwickelt werden. Unter anderem sollen in den kommenden Jahren folgende Handlungsempfehlungen gemeinsam umgesetzt werden:

1.Bedeutung des Themenbereichs Natur steigern

2.Vernetzung der touristischen Angebote weiterentwickeln

3.Nachhaltigkeit in die Naturangebote integrieren

4.Wellness- und Gesundheitsangebote in den Naturlandschaften aktivieren

5.Förderangebote im Gastgewerbe ausweiten

6.Bewusstsein für Regionalität schaffen

7.Bestehende Netzwerke erweitern

Die Strategie für den Tourismus im ländlichen Raum aus dem Jahr 2020 stärkt so die touristischen Angebote in den ländlichen Räumen. Für die Umsetzung stehen in den kommenden Jahren nun weitere rund 2 Millionen Euro zur Verfügung. Zur Strategie für den Tourismus im ländlichen Raum finden Sie hier: Zum Hessenlink

Herborn, © pixabay

Ziel des Programms der hessischen Dorfentwicklung ist daher, ländliche Kommunen als attraktiven und lebendigen Lebensraum in allen Lebensbereichen zu gestalten. Mehr lesen...

Unterstützung der Gastronomiebetriebe in Hessen. Mehr lesen...