Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum

Erster Bürgerbus in Rabenau übergeben

Bürgerbus in Rabenau übergeben
Bürgerbus in Rabenau übergeben

Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat heute im mittelhessischen Rabenau den ersten Bürgerbus im Rahmen der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ übergeben. „Mobilität ist gerade im ländlichen Raum von großer Bedeutung, wo der nächste Arzt oder die nächste Einkaufsmöglichkeit leider oft nicht oder nicht mehr zu Fuß zu erreichen ist“, so der Minister. „Deshalb reicht es nicht aus, nur an Straßen und Parkplätze zu denken, denn mehr und mehr Menschen im ländlichen Raum müssen oder wollen auch ohne eigenes Auto mobil sein.“‎Die Bürgerbusse sollen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht etwa ersetzen, sondern die bestehenden Mobilitätsangebote im ländlichen Raum ergänzen. Durch bürgerschaftliches Engagement sorgen sie vielmehr für Verbindungen von kleinen Ortsteilen in die Kernstädte und steigern so die Lebensqualität vor Ort. Mit dem Bürgerbus in Rabenau soll die Anbindung der Ortsteile Allertshausen, Geilshausen, Kesselbach, Odenhausen und Rüddingshausen nach Londorf deutlich verbessert werden.

Ehrenamtlich zusätzliche Angebote schaffen

Al-Wazir: „Ich freue mich sehr, dass es in Hessen viele Menschen gibt, die mit anpacken wollen und als Ergänzung zum ÖPNV ehrenamtlich zusätzliche Angebote schaffen wollen.“

Um freiwillig Engagierten den Start eines Bürgerbusprojektes zu erleichtern und einen dauerhaften Betrieb sicherzustellen, unterstützt das Land Hessen im Rahmen der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ diese Projekte mit jeweils 1,2 Millionen Euro in 2018 und 2019. Das erlaubt es, bis zu 60 Fahrzeuge zu beschaffen.

Sich auf die wesentlichen Fragen konzentrieren

„Ganz wichtig ist die mit angebotene Beratung“, so Al-Wazir. „Sie hilft, dass sich die Initiativen sich möglichst wenig mit rechtlichen Fragestellungen beschäftigen müssen, sondern sich auf die wesentlichen Fragen konzentrieren können: Wo soll gefahren werden? Wie oft? Was ist ehrenamtlich leistbar? Wie kann das Angebot mit den bestehenden Bahn- und Busangeboten zusammenwirken?“

Al-Wazir: „Ich bedanke mich für das großartige Engagement von Seiten des Vereins ‚Rabenau Ehrenamtlich Aktiv’, die in kürzester Zeit ein überzeugendes Betriebskonzept vorgelegt haben und damit ein langfristiges Angebot auf die Beine stellen.“ Der Start soll mit zwei Betriebstagen pro Woche erfolgen. Die Fahrten werden telefonisch bestellt und umfassen einen Einstieg und Ausstieg direkt vor der Haustür. Bei der Umsetzung des Bürgerbusprogramms arbeitet das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mit der Landesstiftung Miteinander-in-Hessen und dem Fachzentrum Mobilität im ländlichen Raum eng zusammen. Initiativen, Gruppen, Vereine und Kommunen, die sich mit dem Gedanken tragen einen Bürgerbus zu starten, können sich über die Webseite der Landesstiftung www.miteinander-in-hessen.der zur Aufnahme in das Förderprogramm anmelden. Zentraler Bestandteil sind Kleinbusse mit neun Sitzen, die als Anschubfinanzierung für das Projekt übereignet werden.

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Marco Kreuter
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