Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Der Goldbach ist der 1. von 100 wilden Bächen – Rasdorf wird Teil des hessischen Dorfentwicklungsprogramms

Goldbach
Goldbach

Umweltministerin Hinz überreichte den ersten Förderbescheid im Programm „100 Wilde Bäche“ und die Anerkennungsurkunde zum Dorfentwicklungsprogramm an die Gemeinde Rasdorf

Hier in Rasdorf wird der Goldbach wieder oberirdisch und naturnah. Er ist unser erster Teilnehmer im Programm „100 Wilde Bäche“. Ich freue mich heute der Gemeinde einen Förderbescheid in Höhe von 5,3 Millionen Euro übergeben zu können“, sagte Umweltministerin Priska Hinz, die im Rahmen ihrer Sommertour in Rasdorf den Bescheid an Bürgermeister Jürgen Hahn überreichte.Auf einer Länge von 1,24 km wird der Goldbach, örtlicher Name des Grüsselbaches, renaturiert. Mit Inseln, Querbänken und Störsteinen entsteht ein naturnaher und abwechslungsreicher Bachlauf. Dem artenreichen Stieleichen-Hainbuchen-Auenwald am Ufer des Goldbaches wird wieder mehr Raum gegeben. Innerhalb der Gemeinde Rasdorf wird der Goldbach ans Licht geholt.

Damit werden Fischwanderungen erleichtert und der Ortskern attraktiver. Da dem Wasser dann mehr Platz zur Verfügung steht, wird dadurch auch der Hochwasserschutz verbessert. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie gibt vor, einen guten ökologischen Zustand von Gewässern wiederherzustellen. Rasdorf kommt mit der Renaturierung diesem Ziel einen Schritt näher. Das Land Hessen unterstützt die Maßnahmen der Gemeinde Rasdorf zu 80 Prozent.

„Mit unserem Programm 100 Wilde Bäche unterstützen wir Kommunen gezielt bei ihren Renaturierungsprojekten. Für 217 Bäche wurden im letzten Jahr Bewerbungen eingereicht. Das zeigt, wie gut unser Programm bei den Kommunen ankommt. Wir übernehmen bis zu 95 Prozent der Kosten. Aber es geht nicht nur um Geld: Wir nehmen den Kommunen auch viel Arbeit ab. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) unterstützt im Auftrag des Landes die Kommunen zum Beispiel beim Flächenmanagement, der Projektsteuerung und -planung sowie bei der organisatorischen Abwicklung der Maßnahmen vom Förderantrag bis zur Bauabnahme“, erklärte Hinz.

Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm

Ebenfalls überreichte Ministerin Priska Hinz heute die Anerkennungsurkunde für das Dorfentwicklungsprogramm an Bürgermeister Hahn. „Mit der Aufnahme in das Programm stehen Rasdorf nun viele Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Wir wollen Städte und Dörfer mit ihrem besonderen Charakter und historischen Gebäuden als lebendige Lebensräume erhalten und an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anpassen“, erklärte Ministerin Hinz.

Rasdorf wird nun zunächst ein Konzept mit Analyse der Ausgangslage, Strategie und Planung für die nächsten Jahre erstellen. Darauf folgt eine sechsjährige Förderphase für die Umsetzung der Projekte. Ziel der Gemeinde ist es das touristische Potential innerhalb der Ferienregion „Hessischen Kegelspiel“ weiter auszubauen. Daneben soll die Attraktivität der Ortskerne erhalten und erweitert werden, Vereine gezielt unterstütz werden und die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden.

„Gerade haben wir die Förderquoten bei der Dorfentwicklung erhöht. Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen hat bei den Kommunen zu finanziellen Einbrüchen geführt. Damit wichtige zukunftsweisende Projekte nicht zum Erliegen kommen, übernehmen wir nun 15 Prozent mehr bei den Projekten die Kommunen bei der Daseinsvorsorge, Innenentwicklung und in kommunale Infrastruktur umsetzen. Die Förderquote, die sich an der Finanzkraft der Kommune orientiert, liegt ab 1. August bei 70 bis 90 Prozent“, ergänzte Hinz.

Hintergrund

Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Räume zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. In neun Handlungsfeldern mit mehr als 70 Förderinstrumenten wird die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse gefördert. Alle Ministerien leisten dabei wichtige Beiträge unter Leitung und Koordination des Hessischen Umweltministeriums.

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