Hessische Staatskanzlei

Koordinierungszentren für Bürgerengagement starten

Zuwendungsverträge für die Koordinierungszentren
Staatsminister Axel Wintermeyer unterzeichnet die Zuwendungsverträge für die Koordinierungszentren in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Main-Kinzig, Lahn-Dill und Hersfeld-Rotenburg.

Staatsminister Wintermeyer unterzeichnet Verträge: „Wir stellen ehrenamtliche Arbeit in Hessen auf solide Beine“

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat heute mit den Landräten der Kreise Waldeck-Frankenberg, Main-Kinzig, Lahn-Dill und Hersfeld-Rotenburg Zuwendungsverträge für insgesamt vier Koordinierungszentren für Bürgerengagement unterschrieben. Dort wird es künftig eine zentrale Anlaufstelle für Ehrenamtliche geben. Für die Koordinierungszentren stellt die Hessische Landesregierung bis Mitte 2023 jährlich rund 500.000 Euro bereit. Die Landkreise erhalten bis zu 150.000 Euro und verpflichten sich dazu, einen Eigenanteil aufzubringen. Die Koordinierungszentren starten offiziell am 1. Juli 2020.

„Hessen steht an der Spitze des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. Dieses Zeitgeschenk der Menschen stellen wir auf solide Beine. In den Koordinierungszentren gibt es feste Ansprechpersonen. Vereine und Organisationen werden beraten und unterstützt. Darüber hinaus fördern wir die Kommunen und schaffen personelle Ressourcen für ehrenamtliches Engagement“, erklärte der Chef der Staatskanzlei. „Das Freiwilligenmanagement funktioniert vor Ort unterschiedlich. Mit den Koordinierungszentren schaffen wir zunächst einmal eine einheitliche Struktur, die sich auch auf andere Kreise übertragen lässt“, erklärte der Staatsminister, der in einer neuen Folge des Podcast „Nach Sieben im Hotel Rose“ auch über die Ziele der Hessischen Landesregierung bei der Förderung von ehrenamtlicher Arbeit spricht.

Bürgerengagement koordinieren und miteinander vernetzen

Wie erhalte ich eine Förderung? Welche Möglichkeiten bietet mir das Internet und wie kann ich es für meinen Verein nutzen? Wie erreiche ich Interessierte und wie machen das eigentlich andere? All das sind Fragen, die sich Aktive regelmäßig stellen und die Antworten darauf meist mühsam selbst erarbeiten müssen. Mit den Koordinierungszentren schafft die Landesregierung gemeinsam mit den Landkreisen einen direkten Draht für alle Anliegen der Vereine und Organisationen. Außerdem wird dort künftig auch das kreisweite Bürgerengagement koordiniert und miteinander vernetzt. Dafür stehen hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Um an dem Programm teilnehmen zu können, mussten sich die Landkreise bewerben und ihre Konzepte vorstellen. In der ersten Staffel wurden aus insgesamt sieben Bewerbungen vier ausgewählt. Damit wird ein weiteres Ziel der Hessischen Landesregierung in dieser Legislaturperiode umgesetzt. „Wir wollen ehrenamtlichem Engagement ein Gesicht geben und ein Bewusstsein dafür schaffen, was Menschen in ihrer Freizeit für die Gemeinschaft leisten. Wir werden sie auch weiterhin nach allen Kräften unterstützen“, so der Staatsminister.

Der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Dr. Reinhard Kubat, freute sich über die Unterstützung des Landes. „Ohne ehrenamtlichen Einsatz, die unentgeltliche Arbeit von zahllosen Freiwilligen, wären bei uns im ländlichen Raum viele Angebote überhaupt nicht möglich. Umso wichtiger ist es, den Ehrenamtlichen mit dem Koordinierungszentrum eine Anlaufstelle zu bieten, an die sie sich mit ihren Fragen, Wünschen und Anregungen wenden können und wo ihnen zeitnah geholfen wird.“

Landrat Thorsten Stolz setzt im Main-Kinzig-Kreis vor allem auf die Vernetzung mit der dortigen Ehrenamtsagentur. „Der Main-Kinzig-Kreis möchte seine Ehrenamtsagentur mit neuem Schwung zu einem wirkungsvollen Koordinierungszentrum für Bürgerengagement weiterentwickeln. Es freut mich sehr, dass das Land Hessen diesen Entwicklungsprozess unterstützen wird. Damit wird es noch besser gelingen, freiwilliges bürgerschaftliches Engagement in den 29 Städten und Gemeinden unseres Landkreises zu fördern.“

Im Lahn-Dill-Kreis wird der Schwerpunkt auf die Digitalisierung gelegt. „Nicht zuletzt die Vereinswelt wird durch die Covid-19 Pandemie vor neue Herausforderungen gestellt, weshalb wir nicht von ungefähr unsere Zusammenarbeit damit starten, ein kostenloses Webinar zur Thematik ‚Corona und Vereine – digitale Mitgliederversammlung‘ zu organisieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, wünschen uns, dass sie nachhaltig sein wird und weitere Kooperationspartner hinzukommen“, erklärten der Landrat des Landkreises Wolfgang Schuster und sein Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch.

Der Landrat aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, Dr. Michael Koch, freute sich ebenfalls über die zugesagte Landesförderung. „Das Ehrenamt hat in unserer ländlich geprägten Heimat große Bedeutung. Unser Ziel ist, die über 40.000 Ehrenamtlichen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Zukunft vertiefend zu unterstützen. Wir wollen ein gemeinschaftliches Bewusstsein dafür schaffen, was Ehrenamt alles leistet. Geplant ist eine noch engere Zusammenarbeit mit Städten, Gemeinden, Vereinen und Institutionen, um allen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen. Nicht zuletzt in der Corona-Krise ist deutlich geworden, wie wichtig der Zusammenhalt der Gesellschaft ist“, erklärte er.

Hintergrundinformation zum Podcast

In ihrem neuen Podcast „Nach Sieben im Hotel Rose – die Landesregierung informiert“ liefert die Hessische Landesregierung verlässliche Informationen aus erster Hand, erklärt ihr politisches Handeln und beantwortet Fragen, die Bürgerinnen und Bürger derzeit umtreiben. Der Podcast geht freitags kurz nach 19 Uhr online. Abrufbar ist er über das Informationsportal hessen.de, über den Streaming-Dienst Spotify, über die Online-Plattform Soundcloud und den Youtube-Kanal des Landes. Der Titel „Nach Sieben im Hotel Rose“ geht auf das frühere Hotel Rose am Kranzplatz in Wiesbaden zurück. Seit dem Jahr 2004 hat die Hessische Staatskanzlei – die Regierungszentrale der Landesregierung ­– in dem historischen Gebäude ihren Sitz. Und abends nach sieben Uhr ist eine gute Zeit, um Zuhörerinnen und Zuhörer dorthin mitzunehmen.

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