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Verwaltungsleistungen online abrufen

OZG Kommunal

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auf dem Smartphone: Die Hessische Landesregierung stärkt die Digitalisierung, um den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen den Zugang zur Verwaltungsdienstleistungen zu vereinfachen. Das 2017 in Kraft getretene Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen ihre Verwaltungsleistungen digital zugänglich zu machen. Dazu zählen beispielsweise Online-Formulare, damit die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen ihre Anliegen sicher und online bei den Behörden beantragen bzw. erledigen können und sie im Gegenzug die Dokumente und Bescheide der Verwaltung in digitaler Form abrufen können. Onlineverfahren sparen Zeit, Papier und Portokosten. Das Land unterstützt die hessischen Kommunen gezielt mit einem Maßnahmenpaket in Höhe von rund 17 Millionen Euro. Hierzu wurde im Herbst 2019 eine Umsetzungsvereinbarung zwischen der Landesregierung und den drei kommunalen Spitzenverbänden beschlossen. Hierzu gehört auch die kostenfreie Bereitstellung der Digitalisierungsplattform civento für die hessischen Kommunen, mit der die produktive Umsetzung des OZG ermöglicht wird.

Die erstellten digitalen Verwaltungsleistungen werden im hessischen Verwaltungsportal gesammelt und angezeigt. So können alle Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen diese Verwaltungsleistungen rund um die Uhr suchen, finden und nutzen. Der Chatbot Sophia wird gerade im Verwaltungsportal Hessen und dem Internetauftritt des Landkreises Marburg-Biedenkopf getestet und soll perspektivisch allen Landkreisen und Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Dies stellt eine weitere Möglichkeit dar, leicht Informationen über Verwaltungsleistungen zu erhalten.

Die Behördenrufnummer 115 ist ein weiterer Weg über das Telefon Auskünfte über Verwaltungsleistungen zu erhalten. Montag bis Freitag von 8 – 18 Uhr können unter der 115 kostenfrei jegliche Fragen gestellt werden. Rund 60 % der hessischen Bürgerinnen und Bürger können diesen Dienst bereits nutzen.

Hessens Kommunen können sich zudem seit Juli 2020 individuell und kostenfrei durch den Dienstleister ekom21 in Sachen Digitalisierung beraten lassen. Hierfür wurden durch die Hessische Landesregierung insgesamt rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Über die Experten des „Kommunalen Dienstleistungszentrums Cybersicherheit“ unterstützt die Hessische Landesregierung die Kommunen außerdem seit Anfang 2016 in allen Fragen rund um das Thema Informationssicherheit.

Das Team Digitalisierungsberatung bei der ekom21 erreichen Sie telefonisch unter 0641 9830 3616 oder per E-Mail: digitalisierungsberatung@ekom21.de.

Modellkommunen

Das Land fördert finanziell die Entwicklung von einzelnen Pilotprojekten in den 15 Modellkommunen Darmstadt, Landkreis Gießen, Großalmerode, Landkreis Groß-Gerau, Hofbieber, Marburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Neu-Isenburg, Taunusstein, Usingen, Viernheim, Volkmarsen, Wanfried, Wetzlar und Wiesbaden.

Die „OZG-Modellkommunen“ wurden durch die drei kommunalen Spitzenverbände ausgewählt. Sie sind Vorreiter und entwickeln und erproben bestimmte Anwendungen modellhaft für alle anderen Städte und Gemeinden in Hessen. Über die Projekte der „OZG-Modellkommunen“ soll die Verwaltungsdigitalisierung weiter vorangetrieben werden.

Weitere Informationen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in Hessen sowie zu Unterstützungsangeboten für Kommunen finden Sie unter ozg.hessen.de.

OZG Breitband-Portal

Im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) entwickelt Hessen federführend zusammen mit Rheinland-Pfalz das Breitband-Portal. Dieses Portal ermöglicht die vollständig digitale Bearbeitung von Anträgen zur Leitungsverlegung im Zuge des Breitbandausbaus. Durch die schnellere Bearbeitung bis hin zur Genehmigung wird dabei Zeit gespart. Die Umsetzung ist ein großer Erfolg – der flächendeckende Rollout in Hessen ist gestartet, erste Anträge von Kommunen sind bereits erfolgreich abgeschlossen. Da es nach dem Prinzip „Einer für alle“ entwickelt wurde, wird das Breitband-Portal auch allen anderen Bundesländern zur Verfügung stehen und so bundesweit den Breitbandausbau weiter beschleunigen.

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Notebook mit Notizblock, Smartphone und Kaffee ©pixabay